Anfänge

Wie auf die meisten Mädels übten Pferde auch auf mich bereits als Kind eine große Faszination aus. Nachdem ich meine Eltern von meinem neuesten Hobby überzeugt hatte und die ersten Grundanschaffungen für diesen Sport getätigt waren, konnte es losgehen. Ich zockelte zu unserem örtlichen Reitverein, nahm die ersten Probestunden an der Longe und war total begeistert. Nach kurzer Zeit wurde ich in die Voltigiergruppe aufgenommen, mit der wir dann auch erfolgreich bei verschiedenen Veranstaltungen und Turnieren unser Können vorstellten. Parallel dazu durfte ich in der Abteilung mitreiten.

 

Und so ging es weiter...

Meine Grundausbildung erfolgte dann auf Großpferden sowohl im klassischen englischen Reitstil als auch im Springreiten und mit einem Reitlehrer, der den damals typischen Oberfeldwebel-Kommando-Ton (den sicher noch einige kennen dürften) bis zur Perfektion beherrschte. Trotzdem bin ich ihm dankbar, da er mich im wieder angetrieben hat, mehr zu wollen und weiterzumachen. Da das Geld während Schule und Ausbildung für ein eigenes Pferd zu knapp war, gab es parallel zum Dressur- und Springunterricht immer wieder Reitbeteiligungen auf verschiedensten Pferden, so dass ich hier nachhaltige und vielfältige Erfahrungen sammeln konnte.

Nach meinem Umzug von Holzminden nach Düsseldorf konzentrierte ich mich zunächst mehr auf den beruflichen Erfolg und das Reiten musste leider etwas hinten anstehen. Doch der Zufall kam mir rasch zu Hilfe und ich fand neue Reitbeteiligungen. Aufgrund akuten Zeitmangels der Besitzerin betreute ich u.a. mehrere Jahre einen Rheinländer Wallach. Als er in „Rente“ ging, war ich die ewigen Reitbeteiligungen allerdings endgültig leid und traf eine Entscheidung: Endlich ein wirklich eigenes Pferd! Eine sehr liebe Freundin von mir schaffte sich gerade zu dieser Zeit ein Pferd an: einen Isländer! Mit dieser Rasse hatte ich bis dato noch gar keine Erfahrungen und folgte mit gemischten Gefühlen ihrer Einladung zu einem Proberitt. Isländer? Das waren doch diese kleinen, strubbeligen Ponys. Was wollte sie denn damit? Nach dem Proberitt war die Sache für mich allerdings völlig klar! Im wahrsten Sinne des Wortes sattelte ich von Großpferden auf Isländer um und bin mit dieser Entscheidung bis heute total glücklich!